Wer Stralsund verstehen will, muss einmal von oben schauen. Vom Turm der Marienkirche siehst du, warum die Altstadt eine Insel ist: Wasser auf allen Seiten, drei Stadtteiche, der Strelasund, dahinter Rügen. Der Aufstieg ist eng, steil und jede Stufe wert.

Von deiner Ferienwohnung aus: Unser Haus An St. Marien liegt direkt am Neuen Markt, am Fuß der Kirche. Aus dem Alten Konsulat und von Am Alten Markt läufst du etwa 7 Minuten durch die Fußgängerzone, von Am Frankenteich rund 6 Minuten.

Der Aufstieg

Die ersten Stufen führen über eine gemauerte Wendeltreppe, weiter oben geht es über steile Holztreppen durch das Gebälk, vorbei an den Glocken. Es gibt keinen Aufzug. Unterwegs kannst du durchatmen und in den riesigen Dachstuhl schauen.

Oben trittst du auf einen schmalen Umgang hinaus. Bei klarer Sicht reicht der Blick über die ganze Altstadt, den Hafen mit dem OZEANEUM, die Rügenbrücke und weit über die Insel Rügen.

Für wen ist das etwas? Für alle, die gut zu Fuß und schwindelfrei sind. Mit Kindern ab etwa 6 Jahren ist es ein kleines Abenteuer. Für Kleinkinder, bei Höhenangst oder mit Knieproblemen ist der Aufstieg nicht geeignet.

Der Blick von oben

  • Nach Norden: Alter Markt mit Rathaus und Nikolaikirche, dahinter der Knieperteich
  • Nach Osten: der Hafen, der Strelasund und die Rügenbrücke
  • Nach Süden: der Frankenteich direkt zu deinen Füßen
  • Nach Westen: die Dächer der Altstadt bis zum Bahnhof

Beste Zeit: am späten Vormittag bei klarer Luft oder am Nachmittag, wenn die Sonne die Backsteinfassaden wärmt. Bei Nebel und Regen lohnt der Aufstieg nicht.

Blick über die Stralsunder Altstadt und den Hafen
Foto: Rickie-Tom Schünemann / Unsplash

Die Kirche: einst das höchste Bauwerk der Welt

St. Marien ist die größte der drei Stralsunder Pfarrkirchen und ein Hauptwerk der norddeutschen Backsteingotik. Nach dem Einsturz eines Vorgängerbaus wurde sie zwischen 1384 und 1478 errichtet. Ihr Turm trug damals eine gotische Spitze und war rund 151 Meter hoch. Damit galt die Kirche zeitweise als höchstes Bauwerk der Welt, bis 1647 ein Blitz die Spitze zerstörte. Die barocke Haube von 1708 gibt dem Turm seine heutige Form und seine 104 Meter.

Im Inneren beeindruckt die schiere Höhe des Mittelschiffs. Kostbarster Besitz der Kirche ist die Stellwagen-Orgel von 1659, gebaut vom Lübecker Orgelbaumeister Friedrich Stellwagen und eine der bedeutendsten Barockorgeln Norddeutschlands. Im Sommer gibt es regelmäßig Orgelkonzerte.

Tipps für deinen Besuch

  • Bargeld mitnehmen. Für den Turm wird ein kleiner Eintritt erhoben.
  • Feste Schuhe. Die Holztreppen sind steil.
  • Sonntags erst ab mittags. Während des Gottesdienstes um 10 Uhr sind Kirche und Turm nicht zugänglich.
  • Im Winter vorher prüfen. Zwischen November und April gelten verkürzte Zeiten, an manchen Tagen ist geschlossen. Die aktuellen Zeiten stehen auf der Website der Kirchengemeinde.
  • Im Advent: Vom Neuen Markt aus siehst du die Kirche über Riesenrad und Eisbahn des Weihnachtsmarkts. Mehr in Weihnachtsmarkt Stralsund.

Danach

Vom Neuen Markt sind es zwei Minuten zum Frankenteich und sieben Minuten durch die Ossenreyerstraße zum Alten Markt.

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Stralsunder Altstadt im Winter mit Kirchturm im Nebel
Foto: Sindy Süßengut / Unsplash