Jede Stadt hat einen Platz, an dem man sie am besten versteht. In Stralsund ist das der Alte Markt. Hier stehen das Rathaus mit seiner berühmten Schaufassade, die Nikolaikirche und die Häuser der reichsten Kaufleute der Hansezeit Wand an Wand. Seit über 700 Jahren wird an diesem Platz gehandelt, regiert und gefeiert.
Von deiner Ferienwohnung aus: Unsere Apartments Am Alten Markt liegen direkt am Platz, teils mit Blick auf das Rathaus. Vom Alten Konsulat ist es eine Minute, von An St. Marien läufst du etwa 7 Minuten durch die Ossenreyerstraße.
Das Rathaus
Die Schaufassade
Die Nordfassade zum Alten Markt ist das Wahrzeichen Stralsunds und eines der bekanntesten Werke der norddeutschen Backsteingotik. Sie entstand im 14. Jahrhundert und war reine Repräsentation: Die hohe Wand mit ihren spitzen Giebeln, Türmchen und kreisrunden Öffnungen steht frei vor dem eigentlichen Dach. Dahinter ist Luft, durch die Öffnungen siehst du den Himmel. Die Stralsunder Ratsherren wollten zeigen, was sich die Stadt leisten konnte.
Achte auf die Wappen in der Fassade: Sie zeigen Städte des Hansebundes, mit denen Stralsund verbunden war.
Der Durchgang
Durch das Erdgeschoss führt ein öffentlicher Durchgang vom Alten Markt zur Nikolaikirche und weiter zur Ossenreyerstraße. Unter den Gewölben lagen früher die Verkaufsstände der Händler. Heute findest du hier kleine Läden und das HeimatWERK Bistro.
Der Innenhof mit Galerie
Im Durchgang öffnet sich ein Innenhof mit einer barocken Holzgalerie aus dem 17. Jahrhundert. Viele Besucher laufen daran vorbei. Bleib kurz stehen und schau nach oben.
Der Rathauskeller
Unter dem Rathaus liegt ein weitläufiger gotischer Gewölbekeller. Er ist nicht ständig geöffnet, wird aber für Veranstaltungen genutzt. Im Advent findet hier der Kunsthandwerkermarkt des Stralsunder Weihnachtsmarkts statt.
St. Nikolai
Die Nikolaikirche steht so dicht am Rathaus, dass beide wie ein einziges Bauwerk wirken. Sie ist die älteste der drei großen Stralsunder Pfarrkirchen und war die Kirche des Rates und der Kaufleute. Innen überrascht sie mit Farbe: bemalte Pfeiler, zahlreiche Altäre der Zünfte und Kaufmannsfamilien und eine astronomische Uhr aus dem späten 14. Jahrhundert, die zu den ältesten erhaltenen ihrer Art gehört.
Tipp: Für die Besichtigung wird ein kleiner Eintritt erhoben. Plane 30 bis 45 Minuten ein.
Der Platz
Wulflamhaus
Gegenüber dem Rathaus steht das Wulflamhaus, ein gotisches Kaufmannshaus aus dem 14. Jahrhundert. Bauherr war die Familie Wulflam, die mit Bertram Wulflam einen der mächtigsten Bürgermeister der Hansezeit stellte. Der Staffelgiebel antwortet bewusst auf die Rathausfassade gegenüber: Hier zeigte ein Privatmann, dass er mit der Stadt mithalten konnte.
Commandantenhus
Das barocke Gebäude an der Ostseite des Platzes stammt aus der Schwedenzeit. Stralsund gehörte von 1648 bis 1815 zu Schweden, und hier residierte der schwedische Stadtkommandant. Über dem Portal siehst du das schwedische Reichswappen.
Der Markt heute
Der Alte Markt ist kein Museum. Morgens frühstückst du hier im aM, nachmittags sitzt du auf der Terrasse der kaffee bar (beide gehören zu unserer Familie). Im Advent steht hier das Kulturzelt des Weihnachtsmarkts, im Sommer gibt es Konzerte und Feste.
Rund um den Platz
- Ossenreyerstraße: die Fußgängerzone Richtung Neuer Markt und Marienkirche
- Fährstraße: führt mit ihren Giebelhäusern hinunter zum Hafen. Hier steht auch das Scheelehaus, benannt nach dem in Stralsund geborenen Chemiker Carl Wilhelm Scheele.
- Johanniskloster: fünf Minuten nördlich, ein stiller Ort mit Kreuzgang und Klostergarten
Unsere Tipps
- Früh kommen. Vor 9 Uhr ist der Platz fast leer, und das Morgenlicht fällt direkt auf die Rathausfassade. Das ist die beste Zeit für Fotos.
- Abends wiederkommen. Nach Einbruch der Dunkelheit sind Rathaus und Nikolaikirche angestrahlt.
- Stadtführung: Die Tourismuszentrale am Alten Markt bietet Rundgänge an, auch Nachtwächterführungen.
- Bei Regen: Der Rathausdurchgang ist überdacht. Mehr Ideen in Stralsund bei Regen.